Aus der Werkstatt XII

Vor ein paar Tagen habe ich das lektoratsreife Manuskript von Pandaemonia II an den Verlag geschickt. Im letzten Überarbeitungsdurchgang habe ich das Skript noch einmal um rund 3.000 Wörter gekürzt und am Stil gearbeitet. Da es noch ein bisschen dauert, bis meine Lektorin mit der Redaktion anfängt, gehe ich den Text vielleicht in ein paar Wochen noch einmal durch. Viele Sachen findet man oft erst mit ein bisschen Abstand zur Geschichte, Fehler im Sprachrhythmus zum Beispiel, die man einfach überliest, wenn man gedanklich noch zu nah dran ist.

Seit Anfang der Woche arbeite ich an Band III der Reihe. Zuerst musste ich meine über drei Notizbücher verteilten Notizen ordnen und abtippen. Jetzt bringe ich das alles in eine sinnvolle Ordnung und versuche, aus ungefähr 15.000 Wörtern Textfetzen und losen Ideen eine funktionierende Handlung zu basteln. Den ganz groben Plot habe ich zwar schon vor langer Zeit festgelegt, aber der Teufel steckt bekanntlich im Detail. Logik (Was geht?) und Dramaturgie (Was ist spannend?) behindern sich leider manchmal gegenseitig, d.h. ich muss zuerst klären, welche Figur welche Informationen hat, wer als nächstes was tut usw., bevor ich planen kann, wie das Ganze auf möglichst interessante Weise abläuft.

Nur eins weiß ich schon jetzt: Dieses Buch wird dick.

Copyright 2012 Christoph Lode